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Ein Leben für die Kunst ...


Willy Jaeckel
Graphiker, Maler, * 10.2.1888 Breslau, † 30.1.1944 Berlin. (evangelisch)
> Biographie
Biographie
J. ging zuerst bei einem Dekorationsmaler in die Lehre. Aus Krankheitsgründen gezwungen, den Beruf zu wechseln, absolvierte er eine Försterausbildung, setzte aber nach deren Beendigung durch, doch Kunstmaler werden zu dürfen. Er besuchte unter härtesten Entbehrungen die Staatl. Kunstschule in Breslau und die Akademie in Dresden unter Otto Gußmann. Zunächst als freischaffender Künstler in Breslau tätig, ging er 1913 nach Berlin. Im gleichen Jahr erregte er dort Aufsehen bei der „Juryfreien Kunstschau“. Bald darauf schloß er sich der Berliner „Neuen Secession“ an und trat sogleich mit großformatigen Bildern hervor. Stets wünschte er in dieser Form tätig zu sein. Alle Bilder dieser Frühzeit sind jedoch durch Kriegseinwirkung verloren gegangen. Das ist besonders zu bedauern bei den 4 Wandbildern im Arbeiter-Speisesaal der Keksfabrik Bahlsen in Hannover. Nach Rückkehr aus dem 1. Weltkrieg wurde J. Mitglied der Preuß. Akademie der Künste. Sein kaum zu überschauendes Oeuvre beweist seine unermüdliche Tätigkeit. Er konzentrierte sich zumeist auf die Beherrschung eines Ausdruckmittels. So arbeitete er bis zu seinem Tode viel in Pastell, immer neue Techniken versuchend. Daneben entstand Druckgraphik in den verschiedensten Techniken, hauptsächlich Kaltnadelradierungen. In der Druckgraphik geht J. über den zu verarbeitenden Augenreiz hinaus. Er versucht hier, das wiederzugeben, was ihn als geistigen Menschen bewegt, wobei ihn besonders das Religiöse anzog. Als seine künstlerische Erbschaft können die 200 Kaltnadelradierungen zur Bibel „Menschgott-Gott-Gottmensch“ gelten, die er selbst als sein Hauptwerk betrachtete. Es entstand 1919-23 in seinem Haus in Gunzesried im Bayer. Allgäu, wo er in völliger Zurückgezogenheit lebte. Nach Vollendung dieses Werkes hörte er bald auf, druckgraphisch tätig zu sein. Es folgten Blumenstücke, Landschaften, Akte und Porträts in großer Zahl. Jetzt interessierte es ihn, den Menschen darzustellen. Unerbittlich zeigte er das „wahre“ Gesicht des Porträtierten, was ihn davor bewahrte, ein Gesellschaftsmaler zu werden. Seit 1925 war J. an der Staatl. Kunstschule zu Berlin als Lehrer tätig, die Sommer unter Freunden auf der Insel Hiddensee verbringend, wo er sich ein Haus baute. Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten brachte ihm große Schwierigkeiten. Seine Graphik verschwand aus den meisten öffentlichen Sammlungen. Seine Bilder wanderten in die Keller. Zweimal sollte er sein Amt verlieren, 1933 stellten sich die Studenten vor ihn und 1938 der General d. Flieger Milch. Er konnte bleiben, aber kein Student durfte mehr bei ihm Examen ablegen, ohne Gefahr zu laufen, durchzufallen. Er starb bei einem Fliegerangriff auf Berlin.
J.s Bilder waren anfangs von einem brutalem Realismus. In seinen Kompositionen war etwas von der Gewalttätigkeit der Zeit. Er gehörte zu den ersten, die den Krieg mit seinen Schrecken anklagten (Mappenwerk: Memento 1914/15, 1915). Die Lösung der ihn beschäftigenden religiösen Probleme befreite ihn dann von der gewalttätigen Form, und es wurde eine Zartheit und Transparenz frei, die gerade in seinen Blumenstücken auf Pastell von höchstem Reiz ist. Nur im Porträt ist noch etwas von der Spannung zum Gegenüber zu spüren. In seiner Zeit war er ein Einzelner, ein Realist mit expressivem Gemüt, keiner Schule zuzuordnen.
Von seinem Sohn Peter Jaeckel verfasste Biographie des Vaters
1888 / 10. Februar geboren in Breslau als Sohn eines Beamten. Nach Beendigung der Schule Lehre bei einem Breslauer Malermeister.
1904 / Abbruch der Lehre aus Gesundheitsgründen. Forstlehrling in den Wäldern an der schlesisch-russischen Grenze.
1906 / Studium an der Königlichen Kunst- und Kunstgewerbeschule (später Akademie) Breslau bei Eduard Kaempffer. Die Schwerpunkte des Lehrers lagen in der Porträt-, Figuren- und Monumentalmalerei.
1908 / Studium an der Dresdner Akademie der Bildenden Künste unter Otto Gußmann.
1911 / Rückkehr nach Breslau. Zweijährige Tätigkeit als Dekorationsmaler. Begegnung mit dem Buchhändler Anton Brüning, aus der sich eine intensive Freundschaft und ein lebenslanger Briefwechsel entwickelt.
1912 / Die Auswanderung nach Amerika endet in Ellis Island. Zurückgekehrt Erkennung seines Lebenszieles als Maler. Anmietung eines eigenen Ateliers. Es entstehen die ersten größeren Ölbilder: „Kampf” und „Dasein”; „Im romanischen Cafe“ (Berlin, Slg. Bröhan, Nr. 272).
1913 / Heirat mit der Möbelzeichnerin Charlotte Sommer.
Zur Breslauer Jahrhundertausstellung (100-Jahrfeier der Befreiungskriege) malt Jaeckel den Konditorei-Pavillon aus. Insgesamt kommen 5 Wandbilder für das Restaurant, 27 Silhouetten und 2 Blumenstücke zur Ausführung. Zum ersten Mal auf der Ausstellung der Juryfreien Kunstschau in Berlin vertreten. Der Erfolg bewegt ihn, nach Berlin überzusiedeln.
1913/14 Die Kollektivausstellung im Kunstsalon Fritz Gurlitt bewirkt den künstlerischen Durchbruch. Es entstehen die Gemälde „Liebespaar”, „Familie” (Dresden, Staatliche Kunstsammlungen, Galerie Neue Meister), „Selbstbildnis”, „Frau im blauen Kleid”, „Medea”, „Bildnis Charlotte Jaeckel”.
1914 / Geburt des Sohnes Peter
1915 / Gemälde „Loslösung”, „Sturmangriff”, „Meuterei”, „Sebastian” I und II, „Landschaft mit Brücke”, „Kämpfende Männer”. Die Mappe „Memento 1914/15" mit 10 Lithographien erscheint. Die Mappe wird wegen ihrer drastischen Schilderung der Kriegsgreuel kurz nach der Veröffentlichung verboten. Mitglied der Berliner Sezession. Soldat; Einsatz als Kartenzeichner in Russland.
1916 Mappenwerk „6 Biblische Motive” mit 6 Lithographien. Sonderurlaub von der Front zur Ausführung vier monumentaler Wandbilder für den Speisesaal der Arbeiter in der Keksfabrik Bahlsen Hannover: „Wanderer”, „Zärtlichkeit”, „Andacht und Schauen”, „Mütterlichkeit”. Die Bilder werden vor der endgültigen Aufstellung in vielen Städten gezeigt und bedeuten für Jaeckel einen überregionalen Durchbruch als Künstler. Ende des Jahres erneut Soldat.
1917 / Folge von 13 Lithographien zu „Das Buch Hiob”.
1918 / Die Berliner Nationalgalerie kauft die „Sandgrube” (1916) an und stellt sie in der ständigen Schausammlung aus. Serie von 5 Deckfarbenbildern „Die Enthauptung des Johannes” erscheint als Reproduktionsmappe.
1919 / Mitglied der Preußischen Akademie der Künste Berlin. Gemälde: „(Große) Kreuzigung”, für den Wettbewerb der Berliner Secession zur Wandmalerei „Gethsemane” (auf Papier), „Himmlische und irdische Liebe” (sämtlich nicht mehr erhalten). Serie von großen Landschaftsgemälden: „Russische Landschaft”, „Bergalpsee”, „See im Hochgebirge” (Berlin, Sammlung Bröhan, Nrn. 275, 277), „Berglandschaft” (Berlin, Nationalgalerie); „Bildnis Charlotte Jaeckel” (in der Ausstellung).
1919/20 Übersiedelung in die Stille nach Gunzesried im Allgäu. Intensive Studien der Bibel, fernöstlicher Religionen, Lehren der Theosophie und Anthroposophie. Beginn an dem umfangreichen Illustrationswerk zur Bibel „Menschgott — Gott — Gottmensch”
(200 Radierungen; bis 1923). Geistig und künstlerisch findet Jaeckel zu neuen Erkenntnissen, die sich auf sein Schaffen auswirken.
1920 / „Kosmische Liebe” (verschollen). „Das Neue Testament” (50 Platten) Mappenwerk „Die Matthäus-Passion” (16 Lithographien) und Illustrationen zu Walt Whitman „Grashalme” (13 Lithographien).
1921 / Autobiografischer Text für F. Gurlitt „Das graphische Jahr”. Illustrationen zu Richard Dehmel „Aber die Liebe” (32 Radierungen);
daneben Weiterarbeit an dem grafischen Bibelwerk, dessen erste Folge „Die Schöpfung” erscheint. Gemälde: „Entblühen des Gottmenschen aus dem Chaos”, „Mystische Zeugung (Danae)”, 1922 „Überschattung I”, 1923 „Überschattung II”, ca. 1923 „Paar” (Berlin), Sammlung Bröhan, Nr. 278).
1922 „Großes Selbstbildnis”. Gurlitt-Mappe mit 7 Radierungen erscheint. 15 Lithographien zu „Daniel”. 6 Radierungen zu „Epistel St. Pauli an die Römer”. Gurlitt-Mappe „Wandlungen der Liebe” (17 Radierungen).
1923 / 35 Radierungen zum 1. Teil (Die Hölle) von Dantes „Göttliche Komödie”. 12 Radierungen zu „Das Hohe Lied” in der Übertragung von Goethe. 7 Radierungen zu Paul Cohen-Portheim: „Das Lächeln der sieben Buddha”. Herbst-Ausst. (41.) der Berliner Sezession, Nr. 62; „Hochwald (Allgäuer Bergwald)”, „Waldstück”, Doppelbildnis „Geschwister Wilke” (ehemals DDR,Märkisches Museum Berlin).
1924 / Rückkehr nach Berlin.
12 Radierungen zu Pierre Louys „Lieder der Bilitis”.
8 Radierungen zu Walter von Molos „Fugen des Seins”.
Aufenthalt an der Dalmatinischen Küste (Ragusa); verschiedene dalmatinische
Landschaften: „Ragusa”, „Pinien”, „Dalmatinische Küste”,„Die Felsen von Ragusa”.
1925 Im Laufe der zwanziger Jahre wird Jaeckel ein angesehener und bekannter Berliner Maler. Er gehört zum Zirkel von Malerfreunden wie Max Pechstein, Alexander Kanoldt und Carl Hofer und als Mitglied der Preußischen Akademie der Künste zur Berliner Prominenz. Es wird zur Mode, sich von Jaeckel porträtieren zu lassen. Lehramt, Professor an der Staatlichen Kunsthochschule Berlin. Von da an regelmäßig iim Sommer in Kloster auf Hiddensee, wo er sich später ein kleines Haus baut und u.a. freundschaftlichen Verkehr mit Gerhart Hauptmann pflegt. Es beginnt die Reihe der Hiddensee-Landschaften, u.a.: „Regenbogen über Hiddensee”, ca. 1929 „Dünen auf Hiddensee”.
Die Reihe der realistischen Akte und Porträts setzt ein, u.a.:
1925 „Bildnis der Mutter” (verbrannt), 1925 „Mädchen im roten Kleid”, 1925
„Emanzipierte Frau”, „Ruhendes nacktes Mädchen”,
1926 „Mädchenbildnis”, 1927 „Liegende”, 1928 „Halbakt” (sämtl. Berlin Slg. Bröhan),
1926 „Hilde Busoni” (München, Bayer. Staatsgemäldesig.), 1928 „Junge Frau im
Atelier”, 1928 „Bildnis einer Tänzerin im weißen Pelz”, 1928 „Dame mit Zigarette”.
Jaeckels Leben eines anerkannten, etablierten Künstlers beginnt und soll bis zu seinem Lebensende anhalten. Er sieht seine geistigen Fragen beantwortet und das Ringen nach Erkenntnissen beendet.
1927 / Gemälde: „Boxkampf” (verschollen), „Selbstbildnis”.
6 Radierungen zu Eugen Georg „Die Götter der Tolteken”.
1928 / Gruppenbild „Gebrüder Ullstein” (verbrannt).
Georg-Schicht-Preis für das „schönste deutsche Frauenbildnis”, der mit einem Stipendium für ein Arbeitsseminar in der Villa Massimo in Rom verbunden war.
1928/29 Aufenthalt in Rom, Villa Massimo. Es entstehen 1929 die römischen Veduten:
„engelsburg” (verschollen), „Allee nach Castelgandolfo” I (verschollen) und II.
1930 Seit 1930 unterrichtet Jaeckel nicht nur an der Kunsthochschule, sondern hat auch eine Klasse in einer privaten Malschule. Jaeckel zählt zu Berlins „Künstlerfürsten” und feiert in seinem Atelier in der Motzstraße allseits beliebte große Feste.
1932 Porträt Gerhart Hauptmann (verschollen)
1933 Nichtbeamteter außerordentlicher Professor an der Staatl. Kunsthochschule Berlin.
Durch die Nationalsozialisten Entlassung; Wiedereinstellung auf Drängen der Studentenschaft.
1935 Angeblich auf persönliches Einschreiten von Hitler wurde ein Bild Jaeckels
(„Madonna”) aus der Großen Münchener Kunstausstellung entfernt.
1937 In der Ausstellung „Entartete Kunst” werden Werke von Jaeckel gezeigt, u.a. in Düsseldorf, Hamburg und Mannheim wird seine Grafik entfernt und vernichtet. Seine Bilder in öffentlichen Sammlungen verschwinden in Depots.
1938 Ein erneuter Versuch der Nationalsozialisten, Jaeckel aus seinem Lehramt zu vertreiben, scheitert.
40er J. In den letzten Lebensjahren entstehen zahlreiche Kohlezeichnungen (Akte) und Pastelle; Wiederaufnahme der mystisch-theosophischen Kompositionen, z.B.
„Einbringung aus der Materie”. Um sein Schaffen fortsetzen zu können, beschäftigt sich Jaeckel jetzt überwiegend mit „unverfänglichen” Themen wie Blumenstillleben, Landschaften und Auftragsporträts.
1943 Jaeckels Situation an der Hochschule wird unhaltbar. Seine Schüler dürfen zwar am Unterricht teilnehmen, die bei ihm absolvierten Abschlussarbeiten aber wurden nicht anerkannt. Er entschließt sich zum Rücktritt von seinem Lehramt.
Im Sommer noch einmal auf Hiddensee.
1943 Eine schwere Bombe trifft die Keksfabrik Bahlsen und vernichtet die Wandbilder Jaeckels im Speisesaal der Arbeiter.
Seine Mutter stirbt 80jährig in Breslau.
Am 21. November Zerstörung des Ateliers in der Kunstsschule an der Grunewaldstraße durch Brandbomben. Ein Großteil der Bilder verbrennt.
1944 Ende Januar kehrt Jaeckel nach Berlin zurück, um die endgültige Kündigung seines Lehramtes einzureichen. Am 30. Januar wird das Wohnhaus mit dem Privatatelier von schweren Brand- und Sprengbomben getroffen; Jaeckel wird im Luftschutzkeller verschüttet.
(Quelle: AK So war mein Denken, Miesbach 2000)
Wesentliche Werke (Auswahl)
Gem. u. Graphik in: Barmen, Ruhmeshalle (Bildnis d. Frau), Berlin-West, Altes Mus.-Nat.-gal. (Sandgrube), Gal. d. 20. Jh. (Selbstbildnis), Slg. Bröhan (öffentl. zugängl.), Darmstadt, Dresden, Gal. neuer Meister (Fam., bei Brieger, s. L, u. d. T.: Nach d. Geburt), Essen, Hamburg, Kunsthalle (Hl. Sebastian), Karl-Marx-Stadt (Ruhe auf d. Flucht), München, Neue Pinakothek (Japanerin), Graph. Slg. (Selbstbildnis), Regensburg, Ostdt. Gal. (Dünen auf Hiddensee), Breslau (Damenbildnis). -
1.) Öl Bilder
2.) Mappenwerke
Kompositionen (Akte), 10 Rad., Berlin, J. B. Neumann [1915];
Memento 1914/15, 10 Lith., Berlin, J. B. Neumann [1915];
6 Biblische Motive, Lith., Berlin, J. B. Neumann [1916];
Die Enthauptung Johannes d. Täufers, mit 5 Tafeln n. Deckfarbenbildern, [1918];
Matthäuspassion, 16 Lith., Berlin, August Kuhn 1920;
Menschgott - Gott - Gottmensch, 200 Rad. in 4 Folgen/Mappen, Berlin, Selbstverlag 1921-22/23;
1. Die Schöpfung, 60 Rad. 1920;
2. Das alte Testament, 66 Rad. 1921;
3. Das neue Testament, 50 Rad. 1919/20;
4. Die Offenbarung des Johannes. Apokalypse, 24 Rad. 1922;
(Druck laut Subskriptionsanzeige je in 3 Augaben:
I-X auf Japan (48 x 36 cm), in Passepartouts, unverst. Platte, jede Rad. signiert, mit 1 Orig.-Zeichnung; Ldr.-Kassette;
XI-L auf Bütten (Wz. Van Gelder Zonen), Blattmaße unterschiedlich, in Passepartouts, jede Rad. signiert, Kassette;
1-150 auf Büttenkarton (50 x 40 cm), Druckvermerk sign., Mappe;
Auslieferung wohl auch durch Fritz Gurlitt Verlag;
Jaeckel plante 234 Rad. in 5 Folgen; Die neue Lehre - ursprünglich als 4. Folge angedacht - in nur 1 Ex. nachweisbar;
Sieben Radierungen, Berlin, Fritz Gurlitt 1922;
Wandlungen der Liebe, 17 Rad., Berlin, Fritz Gurlitt 1922/23;
3.) Illustrierte Bücher
Das Buch Hiob, mit 13 Lith., Berlin, Erich Reiss 1917;
Heinrich Lautensack, Erotische Votivtafeln, mit 7 Lith., Berlin, Fritz Gurlitt 1919
Walt Whitman, Grashalme, mit 13 Lith., Berlin, Erich Reiss 1920;
Fritz v. Unruh, Ein Geschlecht, 3 Lith., Berlin, Erich Thum 1920 (Das junge Deutschland);
Richard Dehmel, Aber die Liebe, mit 32 Rad., Berlin, Erich Steinthal 1921;
Daniel, 15 Lith., Berlin, August Kuhn 1922;
Die Epistel St. Pauli an die Römer, mit 6 Rad., Berlin, Erich Reiss 1922;
Dante Alighieri, Göttliche Komödie I: Die Hölle, mit 35 Rad., Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1923;
J. W. v. Goethe, Das hohe Lied, mit 7 (VA 12) Rad., Berlin, Euphorion 1923;
Paul Cohen-Portheim, Das Lächeln der sieben Buddha, mit 7 Rad., Berlin Erich Reiß 1923;
Walter v. Molo, Fugen des Seins, mit 8 Rad., Berlin, Eigenbrödler 1924;
Pierre Louys, Die Lieder der Bilitis, mit 10 (VA 12) Rad., Berlin, Fritz Gurlitt 1924;
Goethe, Faust. Eine Tragödie, mit 26 Rad., Berlin, Erich Reiß [1925];
Jakob Wassermann, In memoriam Ferruccio Busoni, mit 1 Rad., Berlin, S. Fischer 1925;
Eugen Georg, Die Götter der Tolteken, mit 6 Rad., Berlin/Hamburg/Leipzig, Morawe & Scheffelt 1927.
4.) Schriftlicher Nachlaß
Schriftl. Nachlaß: Nürnberg, German Nat.mus.
Literatur (Auswahl)
L. Brieger, W. J., [1930];
E. Cohn-Wiener, W. J., 1920;
A. Märkisch, W. J., Das graph. Werk, 1963. F. Gurlitt, in: Das graph. Jahr, 1921, 1. T., S. 63 f. (mit Selbstbiogr.), 2. T., S. 16 f., 57, 67;
W. Unus, in: Velhagen u. Klasings Mhh. 38, 1923/24, S. 169-84;
P. Zucker, in: Ikarus 1, 1925, S. 92 ff.;
A. Buesche, W. J. - ein Unbekannter, in: Schlesien 3, 1958, H. 1, S. 29 ff.;
A. Märkisch, Zum Schaffen W. J.s, in: Bildende Kunst, H. 9, 1963, S. 468-73;
J. Uhlitzsch, Aus humanist. Verantwortung geschaffen, ebd., H. 12, 1971, S. 610;
Kataloge d. Gedächtnis-Ausstellung, Berlin-Zehlendorf, 1946,
d. Ausstellung z. 70. Geb.-tag Berlin Tiergarten, 1958,
u. d. Ausstellung z. 75. Geb.tag, Düsseldorf, Gal. Paffrath, 1963;
Quelle: Jaeckel, Peter, "Jaeckel, Willy" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 263-264
Ausstellungsverzeichnis (Auswahl)
1913
Berlin, Juryfreie Kunstschau
Berlin, Sezession, Herbstausstellung
Berlin, Kunstsalon Fritz Gurlitt, Kollektivausstellung mit Trübner, Moll, Pechstein
1915 Berlin, Sezession, (27.) Herbstausstellung
1916
Berlin, Sezession, (28.) Frühjahrsausstellung
Berlin, Sezession, (29.) Herbstausstellung (Mitglied des Vorstands und der Jury)
1916/17
Hannover, 3. Sonderausstellung der Kestner-Gesellschaft „Willy Jaeckel — Gemälde und Graphik”
1917
Berlin, Sezession, (30.) Frühjahrsausstellung
Berlin, Sezession, (31.) Herbstausstellung
1918
Berlin, Sezession, Ausstellung Berliner Bildnisse
Darmstadt, Ausstellung „Deutsche Kunst”
1919
Berlin, Sezession, (36.) Frühjahrsausstellung
Berlin, Akademie der Künste, Frühjahrsausstellung
1919/20 Berlin, Sezession, 37. Ausstellung (Mitglied des Vorstands und der Jury)
1920 Berlin, Sezession, 38. Ausstellung (Mitglied des Vorstands)
1920/21 Berlin, Sezession, 39. Ausstellung (Mitglied des Vorstands)
1921
Berlin, Akademie der Künste, Herbstausstellung
München, Glaspalast
Potsdam, „Potsdamer Kunstsommer”
1921/22 Berlin, Sezession, (42.) Herbstausstellung
1922 München, Glaspalast
1923
Berlin, Akademie der Künste, Frühjahrsausstellung
Berlin, Kunstsalon Fritz Gurlitt, Kunstausstellung
Darmstadt, Ausstellung „Deutsche Kunst 1923”
1924
Berlin, Akademie der Künste, Frühjahrsausstellung
Berlin, Juryfreie Kunstschau im Landesausstellungs-Gebäude, Lehrter Bahnhof
1926
Berlin, Sezession, (49.) Herbstausstellung (Mitglied des Vorstands und der Jury)
München, Glaspalast, Ausstellung der Münchner Sezession
Berlin, Sezession, (50.) Frühjahrsausstellung
Berlin, Sezession, (51.) Herbstausstellung
Berlin, Akademie der Künste, Herbstausstellung
Dresden, Intern. Kunstausstellung 1926 im Rahmen der „Jahresschau deutscher Arbeit”
1927
Berlin, Sezession, 52. Ausstellung „Sport”
Berlin, Große Berliner Kunstausstellung
Berlin, Akademie der Künste, Frühjahrsausstellung
München, Glaspalast, Münchner Kunstausstellung
1928
Berlin, Sezession, (53.) Frühjahrsausstellung
Berlin, Sezession, (54.) Sommerausstellung
Berlin, Akademie der Künste, Frühjahrsausstellung
München, Glaspalast, Münchener Kunstausstellung
Berlin, Ausstellung von 26 Frauenbildnissen im Kunstsalon Fritz Gurlitt
Willy Jaeckel erhält für das „bestgemalte Frauenbildnis des Jahres 1928” den Georg-Schicht-Preis in Höhe von 10.000.- M.
New York, Brooklyn Museum, Internationale Ausstellung moderner Kunst (Cornegie International Exhibition)
1929
Berlin, Sezession, (56.) Frühjahrsausstellung
Berlin, Sezession, (57.) Herbstausstellung
Berlin, Akademie der Künste, Frühjahrsausstellung
Darmstadt, Mathildenhöhe, Ausstellung „Der schöne Mensch in der neuen Kunst”
1930
Berlin, Sezession, 61. Ausstellung
Pittsburgh, Cornegie Institute, 29. International Exhibition of Paintings
Zürich, Kunsthaus, Kunstausstellung
1931
Berlin, Sezession, 64. Ausstellung, Künstler unter sich
Berlin, Akademie der Künste, Frühjahrsausstellung, Kollektivausstellung
1932 Berlin, Akademie der Künste, Herbstausstellung
1933 Berlin, Akademie der Künste, Frühjahrsausstellung,
1934
Berlin, Akademie der Künste, Frühjahrsausstellung,
Berlin, Große Berliner Kunstausstellung, Preußische Akademie der Künste
Pittsburgh, Cornegie Institute, The 1934 International Exhibition of Paintings
1935 München, Neue Pinakothek, Berliner Kunst in München
1936
Berlin, Preußische Akademie der Künste, Jubiläumssausstellung
Pittsburgh, Cornegie Institute, The 1936 International Exhibition of Paintings
1937 Berlin, Akademie der Künste, Frühjahrsausstellung
1939
Berlin, Akademie der Künste, Frühjahrsausstellun
Pittsburgh, Cornegie Institute, The 1939 International Exhibition of Paintings
1940
Berlin, Verein Berliner Künstler, Frühjahrsausstellung
Hannover, Kunstverein, 108. Große Frühjahrsausstellung
1941
Berlin, Akademie der Künste, Kunstausstellung
Berlin, Verein Berliner Künstler, Herbstaussstellung
1942
Berlin, Verein Berliner Künstler, Januar-Ausstellung
Berlin, Akademie der Künste, Herbstausstellung
1943
Berlin, Akademie der Künste, Frühjahrsausstellung
Wien, Ausstellung Schlesische Kunst
1946 Berlin-Zehlendorf, Haus am Waldsee, Willy Jaeckel — Oskar Moll
1952 Berlin, Juryfreie Kunstausstellung
1953 Frankfurt/Main, Haus des deutschen Kunsthandwerks, Kunst des deutschen Ostens
1954 Berlin, Juryfreie Kunstausstellung mit Kollektivausstellung zum 10. Todestag
1955 Berlin, Schloss Charlottenburg, Ostdeutsche Kunst der Gegenwart
1958 Berlin, Kunstamt Tiergarten, Haus am Lützowplatz, Ausstellung Willy Jaeckel Gemälde — Graphik — Zeichnungen zum 70. Geburtstag
1963 Düsseldorf, Königsallee 46, Sonderausstellung Willy Jaeckel
1888 bis 1944 — zum 75. Geburtstag
1966 Bad Godesberg, Ausstellung im Rahmen der Berliner Kulturwoche,Künstler der Berliner Sezession
1967 Wuppertal, Kunst und Museumsverein, Ausstellung Magischer Realismus
1967/68 Berlin-Tiergarten, Haus am Lützowplatz, Ausstellung Berlin — 20er Jahre
1968 Berlin, Juryfreie Kunstausstellung
1970 Bad Godesberg/Bonn, Kurfürstenstraße,Ausstellung Expressionismus in Berlin 1908 — 1930
1975 Regensburg, Ostdeutsche Galerie, Willy Jaeckel — Gemälde, Pastelle, Graphik
1987/88 Regensburg, Ostdeutsche Galerie, Willy Jaeckel: Das druckgraphische Werk
1988 Berlin, Haus am Lützowplatz, „Willy Jaeckel. Der Maler”
1989 Berlin, Käthe-Kollwitz-Museum, „Zwischen den Kriegen”
1997 Darmstadt, „Die Darmstädter Sezession 1919 — 1997”
2000 Berlin, Villa Grisebach, „Kunst — Handel — Leidenschaft”
Miesbach, Waitzinger Keller, „Willy Jaeckel. So war mein Denken”
Tegernsee, Olaf Gulbransson Museum „Willy Jaeckel- Apokalyptische Visionen”
(Quelle: AK So war mein Denken, Miesbach 2000)
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